Pensionskassenbezug zum Einkauf in GmbH
Vorzeitiger Kapitalbezug nur für selbstständige Tätigkeit möglich

Es gehört zu meinen Gepflogenheiten, mich beim sonntäglichen Frühstück mit der SonntagsZeitung auseinanderzusetzen. Dabei lege ich mein besonderes Augenmerk auf Berichte im Ressort Wirtschaft. In der Ausgabe vom 23. August 2009 entdeckte ich in der Rubrik „GeldberaterWirtschaft“ die im Titel genannte Publikation, welche ich mit dem Einverständnis des Verfassers im Originaltext wiedergeben darf. Weil mich das Thema „Selbstständigkeit und Jungunterneh­mertum“ seit über 20 Jahren in Beschlag nimmt und die Schwerpunkte meiner heutigen Tätigkeit in den Bereichen Mentoring und Start Up-Beratung liegen, ist meine Sensibilisierung für solche Beiträge gross.

Ich lese, dass sich jemand an einer kleinen GmbH beteiligen könnte. Für den Einkauf möchte die betreffende Person Kapital aus der Pensionskasse beziehen. Die Frage „Ist dies zulässig, oder darf man sein PK-Geld nur beziehen, wenn man sich selbstständig machen will?“ beantwortet Fredy Hämmerli wie folgt:

„Grundsätzlich darf man Gelder aus seiner Pensionskasse nur bei einer selbstständigen Erwerbstätigkeit vorzeitig beziehen. Es steht Ihnen aber frei, sich selbstständig zu machen und sich mit dem Geld aus der Pensionskasse in einem zweiten Schritt in eine GmbH einzukaufen. Es braucht dazu aber den Zwischenschritt einer echten, selbstständigen Tätigkeit. Sie können sich dagegen nicht von einer bestehenden GmbH anstellen lassen, in die Sie sich einkaufen wollen. Mit andern Worten: Sie dürfen sich – als Selbstständige – mit Ihrem PK-Geld als Teilhaberin einkaufen, dann aber nicht unmittelbar von dieser GmbH anstellen lassen. Zumindest müsste eine längere Frist dazwischen liegen, was wahrscheinlich nicht Ihrer Absicht entspricht. Ich würde Ihnen empfehlen, den Fall mit dem zuständigen Kassenverwalter und eventuell mit einem Sozialversicherungsexperten zu besprechen. Nur so können Sie sicher sein, ein gesetzeskonformes Vorgehen zu wählen.“

In diesem Zusammenhang erinnerte ich mich an eine Anfrage, die mir im Frühjahr gestellt wurde. Frau wollte wissen, wie viele NEFU Unternehmerinnen eine Aktiengesellschaft oder Gesellschaft mit beschränkter Haftung gegründet hätten. Aufgrund meiner Recherchen stellte ich mit Genugtuung fest, dass rund 7% der im Verzeichnis eingetragenen Netzwerkerinnen eine AG oder eine GmbH leiten.

Eine erfreuliche Tatsache ist, dass sich die meisten Inhaberinnen ursprünglich als Einzelunternehmerin bei NEFU angeschlossen hatten. Aufgrund einer erfolgreichen Geschäftsentwicklung und nach Einstellung von Personal wählten sie für ihr Business dann aber eine andere Rechtsform. Dass sie deswegen nicht automatisch aus dem Netz für Einfrau-Unternehmerinnen fallen, sondern geradezu eine Vorbildrolle bei NEFU einnehmen, versteht sich von selbst! Zum Glück gibt es eine ganze Anzahl von Unternehmerinnen, die auch als Arbeitgeberinnen unserem Netz treu geblieben sind. Offensichtlich bereitet es ihnen Spass, sich als Gönnerinnen und Förderinnen auf irgendeine Weise erkenntlich zu zeigen und unser Engagement tatkräftig zu unterstützen.

Un grand MERCI à vous toutes!

Bis zur Veröffentlichung meiner Oktober News wünsche ich uns sonnige und warme Septembertage.

Herzlichst, Ihre Nelly Meyer-Fankhauser, Gründerin NEFU Schweiz

Die neue NEFU Business Plattform ist da!

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